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02.06.2014

Anfrage an EU-Kommission 

Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel

Ist die Kommission nicht auch der Meinung, dass für Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel die Zulassungsbedingungen verbessert werden sollten? Lesen sie die vollständige Antwort von Tonio Borg im Namen der Kommission (02.06.2014, DE E-005265/2014) auf meine Anfrage.

Es ist bekannt, dass homöopathische und anthroposophische Arzneimittel von immer mehr Bürgerinnen und Bürgern in der EU genutzt werden, da sie preiswerte, wirksame und gut verträgliche Medikamente sind.

1.    Stimmt die Kommission zu, dass aufgrund fehlender Nebenwirkungen und der gleichzeitig hohen Wirksamkeit dieser Arzneimittel ein Fast-Track-Verfahren (zur Zulassung) nützlich und sinnvoll wäre?

Die Kommission möchte die Frau Abgeordnete darüber informieren, dass in den 1990er Jahren ein besonderes, vereinfachtes Registrierungsverfahren für Homöopathika eingeführt wurde und die Mitgliedstaaten seit 2005 verpflichtet sind, über ein solches Verfahren zu verfügen.[1] Für dieses Verfahren kommen Homöopathika in Frage, die oral oder äußerlich angewendet werden, auf deren Etikett keine spezifische therapeutische Wirkung angegeben ist und die eine ausreichende Verdünnung aufweisen, um die Unbedenklichkeit des Produktes zu garantieren.

Einige anthroposophische Arzneimittel, die in einer offiziellen Pharmakopöe beschrieben und nach einem homöopathischen Verfahren zubereitet werden, können ebenfalls mittels des besonderen, vereinfachten Registrierungsverfahrens für Homöopathika zugelassen werden.

2.    Ist die Kommission nicht auch der Meinung, dass für diese Arzneimittel die Zulassungsbedingungen verbessert werden sollten?

Die Kommission hat keine Pläne, die aktuellen Registrierungs- und Zulassungsverfahren für homöopathische und anthroposophische Arzneimittel zu ändern.

[1] Titel III Kapitel 2 der Richtlinie 2001/83/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 6. November 2001 zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel, ABl. L 311 vom 28.11.2001, S. 67