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14.03.2006

 

Parlament fordert Verbot von toxischen Quecksilberfüllungen

Es ist höchste Zeit, dass der Massenvergiftung mit Quecksilber in Zahnfüllungen ein Ende gesetzt wurde. Man muss kein Neurowissenschaftler sein, um zu erkennen, dass es keine gute Idee ist, Zähne mit einem Neurotoxin zu füllen wenn das Gehirn nur 10 cm entfernt ist.
Zur heutigen Abstimmung des Europaparlaments über eine Gemeinschaftsstrategie für Quecksilber erklärt die Europaabgeordnete Hiltrud Breyer MdEP (Bündnis 90/ Die Grünen):

Es ist höchste Zeit, dass der Massenvergiftung mit Quecksilber in Zahnfüllungen ein Ende gesetzt wurde. Man muss kein Neurowissenschaftler sein, um zu erkennen, dass es keine gute Idee ist, Zähne mit einem Neurotoxin zu füllen wenn das Gehirn nur 10 cm entfernt ist. Jetzt ist die Kommission unmissverständlich aufgefordert, bis Ende 2007 einen Vorschlag zur Beschränkung der Verwendung von Quecksilber in Zahnamalgam vorzulegen.

Eine andere Zeitbombe tickt in der Chlor-Alkali-Industrie. Es ist nicht hinnehmbar, dass dieser Industriezweig, der sowieso die Umwelt viel zu sehr verschmutzt, immer noch Quecksilber auf den Markt bringt und die die Umwelt entlässt - und dass, obwohl die Risiken längst bekannt sind. Das Parlament hat unmissverständlich klar gemacht, dass ab 2011 kein Quecksilber mehr in der Chlor-Alkali-Industrie verwendet werden soll. Außerdem sollen verbindliche Maßnahmen eingeführt werden, damit die massiven Quecksilber-Reserven dieses Industriezweiges nicht auf den Markt gebracht werden. Bei der Lagerung des überschüssigen Quecksilbers muss das Verursacherprinzip zum Tragen kommen.

Bedauerlicherweise haben die Abgeordneten die Forderung der Grünen nach einem Verbot von Quecksilberexporten bis 2008 nicht unterstützt. Immerhin soll ein solches Verbot jetzt 2010 in Kraft treten, ein Jahr früher als von der Kommission geplant. Eine wesentliche Verbesserung ist die Nutzungsbeschränkung von Quecksilber in Impfstoffen im Hinblick auf ein komplettes Verbot. Das Parlament hat zudem ein deutliches Signal gesetzt und sich für die Erforschung Quecksilber-freier Alternativen für Kombi-Impfungen in Entwicklungsländern ausgesprochen, wie von den Grünen gefordert.